Wem gehören Ideen?

Tutorial „Plagiate – (k)ein Problem?“ online

Plagiarismus ist in aller Munde. Nicht nur in den literarischen Feuilletons, auch an der Uni wird das Thema heiß diskutiert. Aber was genau ist eigentlich Plagiarismus und welches Denkkonzept steckt dahinter? Was hat das mit dem Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit zu tun? Unser Tutorial „Plagiate- (k)ein Problem?“ geht diesen Fragen nach.

Sozio-politische Dimension

Bei der Konzeption des Tutorials ging es um die sozio-politische Dimension des Themas. Gerade in einer Zeit, in der heftig um Urheberrechte, OpenAccess und geistiges Eigentum gestritten, in der Wissen als wichtige Ressource gehandelt wird, sind wir der Meinung, dass es den Studierenden nicht reicht, „nur“ um gutes Zitieren und dessen Regeln zu wissen. Ihnen sollte auch deutlich werden, dass es darum eine Debatte und verschiedene Positionen gibt. Denn das gehört zu einer kritischen Informationskompetenz, wie sie Lotse vermitteln will.

Konzeptionelle Herausforderung

Eine solch komplexe Debatte können wir in einem Tutorial von gut sieben Minuten natürlich nur anreißen. Wir hoffen, dass die Link- und Literaturhinweise Lust auf eine nähere Beschäftigung mit dem Thema machen. Um es dramaturgisch überzeugend umzusetzen, stellen wir bereits in dieser Beta-Version die Protagonisten in einem Intro vor. Wir führen hier auch die Bibliothekarin als weitere Figur ein. Das kommt nicht von ungefähr, denn in und durch Bibliotheken ist das „geistige Eigentum“ für alle günstig und einfach zugänglich. Wenn es sie nicht gäbe, sähe unsere „Informationsgesellschaft“ anders aus.

Erprobtes bleibt

Davon abgesehen hat sich an der grundlegenden Konzeption nichts geändert: Sofia taucht ebenso wieder auf wie ihr Freund Stefan, und Sie können die Abschnitte ebenfalls einzeln anschauen. Ein Quiz ebenso wie eine Audiounterlegung sind in Arbeit. Da das korrekte Zitieren gegenwärtig zu gutem wissenschaftlichen Arbeiten gehört, haben wir auch ein Tutorial zu „Zitierregeln“ konzipiert. Dieses steckt mitten in der Produktion.

Aber jetzt sind wir erst einmal gespannt, was Sie zum Plagiate-Tutorial sagen. Schauen Sie doch mal rein und lassen Sie von sich hören.

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7 Antworten auf Wem gehören Ideen?

  1. Hamon Nasiri sagt:

    Hallo Frau Schulz,

    wir arbeiten aktuell daran, sowohl die Ladezeiten als auch die letzten Fehler inhaltlicher Art zu beheben, so dass auch Sie nicht 8 Minuten warten müssen.

    Wir sind jedoch äußerst zuversichtlich, dass die technischen Probleme in nächster Zeit nicht mehr auftreten.

    LG,
    Hamon Nasiri

  2. Katrin Steiner sagt:

    Liebe Frau Schulz,
    ja, herrje, wir wissen, dass das mit dem Laden manchmal lang dauern kann. Ich hab’s zuhause auch mal ausprobiert und gerade bei der Version mit Audiounterlegung ist das suboptimal. Da muss noch was passieren – per Streaming oder so.
    Wir arbeiten dran – und vielen Dank für den Hinweis mit dem Tippfehler – er kommt auf die To-Do-Liste.

    LG,
    Katrin Steiner

  3. Ursula Schulz sagt:

    Soweit ich Einblick in die beiden Tutorials nehmen konnte: Mir gefällt die didaktische Reduktion. Sie scheinen sich auf das Wesentliche zu beschränken – was ja Lehrenden sonst sehr, sehr schwer fällt. Warum ich so zögerlich bin? Ich bin nicht geduldig genug zu warten, bis sich so ein Tutorial geladen hat; auch eines der Einzelteile dauerte mehr als 8 Minuten, bevor ich abbrach (habe DSL + Firefox 3.6.3) Woran liegt’s?

    Ein Rechtschreibfehler, der mich an so viele studentische Arbeiten erinnert: In den Tiefen des Internets: “… Buch, das von Google digitalisiert wurde.” – nicht “dass”.

    Viele Interessenten an den Tutorials wünscht U. Schulz

  4. Pingback: Bibliothekarisch.de » Blog Archive » LOTSE fragt: Plagiate – (k)ein Problem?

  5. Das im oben angesprochenen Beitrag gezeigte Tutorial der Fachrichtung Informationswissenschaft an der Uni des Saarlandes ist eines von mehreren Tutorials einer ganzen Reihe. Vielleicht finden Sie dort noch Anregungen für weitere E-Tutorials. Interessant erscheinen mir in diesem Zusammenhang auch die von der Universitätsbibliothek München der LMU erstellten Tutorials, die bei der Beschreibung der Literaturbeschaffung einen sehr problemorientierten Ansatz gewählt haben.

  6. Burkard Rosenberger sagt:

    Hallo, das Tutorial finde ich auch in dieser Fassung schon mal gut gelungen. Einen Hinweis hätte ich zum Begriff “Allemende” (Kapitel 2): Hier heißt es im Text “Der Begriff ‘Allmende’ bezeichnet ein gemeinsames Gut… [Die Ideen und Gedanken sind] Gemeinschaftseigentum. So wie früher die Weide eines Dorfes gemeinsam genutzt wurde.” Dieser Bezug zur “Weide eines Dorfes” ist demjenigen völlig unklar, der noch nie den Begriff “Allmende” gehört hat. Man sollte dies ergänzen, vielleicht so: “So wie früher die Weide eines Dorfes – und diese nannte man Allemende – gemeinsam genutzt wurde.” Oder so: “So wie früher die Weide eines Dorfes gemeinsam genutzt wurde. Diese Weidefläche wurde deshalb Allmende (mhd. al(ge)meinde, almeine oder almeide = Gemeindeflur [lt. Wikipedia]) genannt.”

  7. Katrin Steiner sagt:

    Vor einigen Tagen wurden wir durch Dörthe Böhner auf ein weiteres Tutorial zum Thema aufmerksam:
    Es wurde von der Fachrichtung Informationswissenschaft an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken entwickelt.
    Von der Struktur her ist es unseren Tutorials ähnlich – interessant, offensichtlich ist dies bei diesem Thema naheliegend …
    http://bibliothekarisch.de/blog/2010/05/11/zitieren-in-wissenschaftlichen-arbeiten/

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