Tutorials: Was ist das und warum brauchen wir sie?

puzzle_m_handGenau das waren die Fragen, die ich mir zuerst stellte, als im Lotse-II-Projekt das Wort Tutorial zum ersten Mal fiel. Denn im Lotsen sind die Inhalte, die für ein Tutorial, also einer in sich abgeschlossenen Lehreinheit, geeignet sind, doch eigentlich schon alle drin – oder etwa nicht?

Versteckt – aber auch gefunden?

Doch, im Wesentlichen sind Themen, die sich für ein Tutorial eignen, im Lotsen enthalten – allerdings immer nur sehr kurz beschrieben, je nach Fragestellung auch in unterschiedlichen Lotse-Artikeln zu finden, so dass der User sehr aufmerksam lesen und eventuell an mehrere Stellen navigieren muss.

Es gibt aber Inhalte, die ein Verstehens-Prozess und etwas mehr Zeit erfordern. Genau diese Inhalte wollen wir in hervorgehobenen Tutorials unterbringen, greifen dabei natürlich auf schon vorhandene Texte im Lotsen zurück und bringen sie kompakt zusammen unter. Wo es sich in den üblichen Lotse-Artikeln anbietet, finden sich dann nur noch kurze Hinweise und eine Verlinkung auf die Tutorials. Bei den Tutorials wollen wir den Inhalt aber nicht nur durch Text und Grafik vermitteln, sondern auch Audiospuren unterlegen, um das Ganze ein bisschen interessanter zu machen. Sie werden also dort, wo es didaktisch sinnvoll ist, auch multimedial umgesetzt.

Themen der zukünftigen Lotse-Tutorials

Ja, und welche Tutorials sollen es denn werden? Wir haben diese Frage im Team besprochen, bei anderen Bibliotheken und Anbietern auf den Webseiten nachgesehen, noch einmal ganz genau an der Infotheke in der Bibliothek den typischen Fragen unserer Nutzer zugehört und unsere Redakteure nach ihren Erfahrungen gefragt. Auf die Tutorials, die bereits von anderen erstellt wurden, haben wir ja schon im Artikel Tutorials: Blick über den eigenen Tellerrand hingewiesen.

Wir selbst haben uns danach für vier Tutorials entschieden.

  • Bei “Recherchieren im Internet” wollen wir auf die Möglichkeiten und Probleme einer Recherche über Google und Wikipedia eingehen und auch zeigen, wie sich die Schätze im Netz darüber hinaus finden lassen.
  • Beim Thema “Suchstrategien” geht es ums klassische Handwerkszeug der Themenbestimmung: Suche ich für ein Schulreferat oder für meine Doktorarbeit? Welche Suchbegriffe eignen sich für die Recherche? Welche Methoden stehen mir zur Verfügung?
  • Auch den “Umgang mit Datenbanken” wollen wir in einem Tutorial thematisieren, wobei es uns nicht darum geht, jede Datenbank zu erklären, sondern darum typische Merkmale von Datenbanken und wie man diese am besten nutzt, aufzuzeigen. Dabei wollen wir auch darauf eingehen, was man machen kann, wenn Probleme auftauchen, wenn zum Beispiel zu viel oder zu wenig Literaturverweise gefunden werden.
  • Im Tutorial “Vorsicht Plagiate – richtig zitieren” geht es kurz und knackig darum, was ein Plagiat ist und warum es zu gutem wissenschaftlichen Arbeiten gehört, sie zu vermeiden.

Wir haben uns für diese Tutorials entschieden, weil sie unserer Ansicht nach die häufigsten Fragestellungen unserer Studierenden abbilden und zum Verständnis einfach mehr Zeit erfordern. Denn es geht nicht nur darum, Wissen anzulesen und zu reproduzieren, sondern auch Zusammenhänge zu verstehen und zu reflektieren.

Taufpaten gesucht

Wir haben überlegt, alle vier Tutorials durch eine Figur als rotem Faden zu verbinden, so dass eine Geschichte von “Ich muss eine Hausarbeit schreiben – o je, wie geht das mit der Literatursuche” bis hin zu “Wie zitiere ich richtig” entsteht. Diese Idee haben wir natürlich nicht allein gehabt, sondern uns vom Konzept des Tutorials Sarah Online der UB Heidelberg inspirieren lassen.  Unsere Figur hat noch keinen Namen – und wir suchen noch dringend Taufpaten.
Obwohl es einen roten Faden gibt, sollen alle vier Tutorials in sich abgeschlossen sein und für sich allein stehen können.

Wie üblich haben wir auch diese Idee bei unseren Redakteuren zur Diskussion gestellt und auch zum Teil schon richtig gute Rückmeldungen bekommen. Wir sind selbst sehr gespannt, wie es werden wird, und starten bald mit dem Tutorial “Recherchieren im Internet“.

Bild im Anreißer von © Rainer Sturm /PIXELIOweitere Informationen zur Lizenz

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11 Antworten auf Tutorials: Was ist das und warum brauchen wir sie?

  1. Mari*us sagt:

    @Katrin Steiner die Umsetzung eines guten Maskottchens ist wirklich nicht einfach, besonders weil es sich bei Lotse um ein Projekt handelt, dass Menschen ansprechen soll, die schon lange nichts mehr mit Maskottchen am Hut haben. Ein Versucht wäre es aber sicher wert :)

  2. Mari*us sagt:

    @Nicole Theis vielen Dank für die Blumen. Werde ich gleich nachher an die Künstlerin weiterreichen :)

  3. Katrin Steiner sagt:

    Liebe Nicole Theis,
    wo Sie recht haben, haben Sie recht.
    Wir sind allerdings noch etwas vorsichtig mit so einem Maskottchen, denn erfahrungsgemäß ist zwar die Idee schnell geboren, ihre gelungene Umsetzung aber ist manchmal gar nicht so leicht.
    Mal schauen also, wohin uns diese Idee noch so führt.
    Jedenfalls schön, dass ein bißchen Leben in dieses Blog kommt :-)

  4. Nicole Theis sagt:

    Mir gefällt die Idee mit einer Figur bzw. einem Maskottchen sehr sehr gut. Finde so etwas “peppt” das Ganze auf und bringt gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert mit sich. Bin der Meinung, dass Bibliotheken generell etwas mutiger sein sollten, was das Marketing ihrer Services betrifft.
    @Marius
    Euer Maskottchen ist richtig knuffig und der Bezug zu dem Stadtteil Buch ist euch gelungen :)

  5. Mari*us sagt:

    @Steffi das Problem daran ist, dass die Administratorin leider vor einiger Zeit alle Beiträge (und das waren nicht wenige) ausversehen gelöscht hat und ich gar nicht mehr an diesem Projekt mitarbeite. (http://marius300482.wordpress.com/2009/01/16/nachruf-buchliest-ist-tod-es-lebe-buchliest/). Danke trotzdem für die Tipps!
    LG Marius

  6. Steffi Schulz sagt:

    das Maskottchen gefällt mir :) Es ist gut gelungen (und es ist nicht erkenntlich, dass es noch in der Entwicklungsphase/ Betaphase steckt ;) ). Was dem Blog noch fehlt, sind die Infos zu den Autoren bzw. zum Blog selbst (Ziele, Zielgruppe etc.). Wär tol, wenn ihr das noch einfügen würdet (btw: wer ist eigentlich wir?).
    LG, Steffi

  7. Mari*us sagt:

    @Steffi na da bin ich ja schon gespannt was ihr euch da einfallen lasst.
    Für die Stadtteilbibliothek in Berlin-Buch haben wir zum Weblog “Buch liest” (http://buchliest.wordpress.com/) ein Maskottchen entwickelt, dass leider aus Zeitgründen etwas in der Entwicklung stecken geblieben ist. Vielleicht hilft der Input ja irgendwas in irgendeine Richtung :)
    LG Marius

  8. Steffi Schulz sagt:

    Hallo Marius,
    das mit dem Taufpaten ist im übertragenen Sinne zu verstehen: wir wollen bei den neuen Lotse-Tutorials die Methode des Storytelling anwenden und werden dafür entweder eine Figur entwickeln oder einer imaginären Person folgen. – Da das für uns auch Neuland ist, stecken wir noch tief in den Vorbereitungen und werden uns erst noch intensiv näher damit beschäftigen ;)

    Schöne Grüße nach Berlin.

  9. Steffi Schulz sagt:

    Hallo Frau Seidel,
    vielen Dank für Ihr Feedback!

    Ob wir eine richtige Figur kreiieren oder ob wir nur einer imaginären Person folgen, ist noch nicht geklärt. Wir wollen uns als Erstes dem Thema “Internetrecherche” nähern und entwickeln dafür noch ein genaueres Drehbuch.
    Über den aktuellen Stand werden wir natürlich weiter berichten.

    Viele Grüße vom Lotse-Team!

  10. Heike Seidel sagt:

    Liebe Lotsen,

    die fuer die Tutorials ausgewählten Themen finde ich super! Es sind auch meiner Erfahrung nach die Punkte, an denen es gerne mal “hakt”.

    Gibt’s denn schon eine Figur – der Name muesste sich ja schon drauf beziehen (z.B. wegen des Geschlechts.

    Schoene Gruesse aus der Chemie

  11. Mari*us sagt:

    Ist das mit der Taufpat_in so gemeint, dass ein Maskottchen gesucht wird? LG Marius

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