Ideen zu Tutorials und ihrer Nachnutzung
Anfang Juni trafen sich BibliothekarInnen aus Nah und Fern in Erfurt. Vorträge, Arbeitssitzungen, Workshops, Stände – und 12 Themenkreise von Ausbildung, Informationsmanagement, Web 2.0 bis hin zu Bibliotheken in Kommunen:
Das Programm war breit gefächert. Natürlich durfte bei all dem auch Lotse nicht fehlen.
Im Themenbereich „Bibliotheken in Wissenschaft und Studium“ gab es auch eine Veranstaltung zu „Informationskompetenz zwischen Präsenzveranstaltungen und E-Learning“. Als erste Vortragende bei dieser Veranstaltung konnte ich Lotse und unsere Erfahrungen mit dem Katalogtutorial vorstellen. Wie wir ja auch schon im didaktischen Konzept festgehalten haben, sollte Lotse nicht nur als Selbstlerninstrument verstanden werden. Vielmehr entfaltet sich der volle didaktische Mehrwert besonders, wenn Lotse in Schulungen eingebunden wird – als Vorbereitung oder Hilfestellung bei der Bewältigung von Aufgaben. Dies betrifft natürlich auch multimediale Tutorials. Die Veranstaltung war also maßgeschneidert für Lotse.
Fazit I: qualifiziertes Feedback
Die Präsentation samt Notizen können Sie sich gern in aller Ruhe zu Gemüte führen. Neben Verbesserungen wie einer guten Audiounterlegung ziehen wir vor allem das Fazit, dass wir unseren Nutzern ein qualifiziertes Feedback bieten wollen. Dieses soll ihnen bei der Orientierung hinsichtlich ihres Vorwissens ebenso helfen wie nach Abschluss einer Lernsequenz. Für das Erstellen solcher Quizsequenzen werden wir vielleicht sogar ein eigenes Instrument entwickeln, denn wir wollen keine Einteilung in richtig oder falsch. Vielmehr möchten wir spezifische Erklärungen und Hinweise anbieten, die unseren Nutzern für das eigene Vorgehen nützlich sind. So wollen wir sie auf dem Weg zur Entwicklung der eigenen Informationskompetenz begleiten.
Fazit II: YouTube und Social Networks
Dass unsere Tutorials dabei nicht nur über die üblichen Kanäle wie Homepages der Unibibliotheken, Moodles der Schulungsveranstaltungen oder Portale verbreitet werden sollten, ist uns sonnenklar. YouTube und Social Networks werden uns in Zukunft also stärker beschäftigen – denn schließlich sind es gerade diese Kanäle, die im Internet und von Studierenden häufig genutzt werden.
Fazit III: Tipps und Tricks zum Einsatz in Schulungen
Schließlich und endlich: Gute Tutorials sind das Eine, ein gezielter Einsatz der Tutorials und von Lotse insgesamt in Schulungen zur Informationskompetenz ist das Andere. Wir werden also didaktische „Leitfäden“ mit Aufgabenvorschlägen und Zeitangaben erstellen. So wollen wir es den SchulungsleiterInnen erleichtern, Lotse(-Tutorials) einzusetzen. Wichtig ist es uns auch, in der Lotse-Community Best-Practice-Beispiele zu sammeln und zu veröffentlichen.
Reaktionen
War das Interesse an der gesamten Veranstaltung auf dem Bibliothekartag mit etwa 200 Leuten schon groß gewesen, so haben wir einige lose Kontakte nachher vertiefen können und neue geknüpft: Die Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek wird konkreter, Lotse steht im Kontakt zu vascoda, und einige Virtuelle Fachbibliotheken haben ihr Interesse bekundet. Das freut uns sehr – ist es doch auch bei den gegenwärtigen Umstrukturierungen kein Problem, bei Lotse einzusteigen. Im Gegenteil – und das gilt nicht nur für RedakteurInnen: Reden Sie mit, wie Lotse werden soll. Hier im Blog oder persönlich mit uns.
Bild zu Social Networks von M. Keefe; weitere Informationen zur Lizenz.

