Treffen der Lotse-RedakteurInnen in Münster
Mit Spannung haben wir dem diesjährigen Treffen der Lotse-RedakteurInnen entgegengesehen, denn ihr Feedback und ihre Einschätzungen zu unserer Arbeit und unseren Vorschlägen bestimmen maßgeblich mit, in welche Richtung Lotse sich in Zukunft entwickeln wird. So haben wir uns gefreut, dass am 22. April außer unserem Lotse-Team noch 16 Fach- und LokalredakteurInnen in Münster waren. Und bei dem, was es alles an großen Veränderungen zu besprechen gab, können wir wohl mit Fug und Recht behaupten, dass es nicht die gleiche Prozedur wie jedes Jahr war.
Begleitung der NutzerInnen
Das didaktische Konzept fand bei den Anwesenden grundsätzliche Zustimmung. Etwas ausführlicher diskutierten wir darüber, in welcher Weise wir unsere Lotse-NutzerInnen bei Fragen und Anliegen fachlicher Art betreuen können. Um ein genaueres Bild zu erhalten, welchen Bedarf es in dieser Hinsicht gibt, werden wir zukünftig auch fachlichen Rat per E-Mail anbieten. Die Mails gehen jedoch zunächst an die Gesamtredaktion in Münster, die sie dann an die entsprechenden Redakteure weiterleitet. So können wir zentral ermitteln, wieviel Aufwand eine solche Betreuung bedeutet.
Begrenzung von Linklisten
Weiterhin nahmen die Redakteure unseren Vorschlag an, die Länge der Linklisten auf sieben bis elf Links zu beschränken. Diese Zahl dient als Richtwert und sollte nur in begründeten Fällen, etwa bei einem großen Fach mit mehreren Sprachen wie der Slavistik, überschritten werden. In solch einem Fall möchten wir in Zukunft die Linklisten in kleinere Päckchen schnüren und darüber hinaus einen kurzen Vermerk anbringen, der den Nutzern verdeutlicht, welche Links im Folgenden zu finden sind. Insgesamt wollen wir dem grundlegenden Ziel von Lotse, nämlich eine erste Orientierung zu geben, wieder gerechter werden.
Lotse bald bei YouTube
Zukünftig werden wir für Lotse einige Tutorials erstellen. Die Idee vom Redakteurstreffen, diese bei YouTube einzustellen, nehmen wir uns zu Herzen, denn Lotse ist ja keine autonome Insel in einem ansonsten langweiligen Netz, sondern wir wollen darüber bekannter werden und unsere Inhalte auch auf andere Art und Weise an die NutzerInnen bringen.
NutzerInnenbefragung Lotse-Slavistik
Interessant waren in diesem Zusammenhang auch die Ergebnisse einer NutzerInnenbefragung (108kb), die die Lotse-Slavisten, unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, durchgeführt haben. Dabei stellte sich heraus, dass Lotse, wenn es erst einmal bekannt ist und damit gearbeitet wurde, sehr gut bei Studierenden ankommt. Auch dies ist für uns in Münster ein wertvoller Hinweis für unsere zukünftige Öffentlichkeitsarbeit.
Arbeitsgrundlagen
Nach einem leckeren Menü in der Lehrküche des Uniklinikums stellten wir unsere Bestandsaufnahme vor. Die Redakteure nahmen sie zusammen mit dem didaktischen Konzept an, und beides dient uns nun als Arbeitsgrundlage im Lotse-II-Projekt.
Technika
Die technische Weiterentwicklung geht leider etwas schleppender voran als die inhaltliche. Im Bereich der Internationalisierung des Zeichensatzes hakt es noch an einigen Stellen, ebenso wie die XML-Schnittstelle noch nicht ganz fertig ist. Beides testen und verbessern wir zur Zeit. Nach einigen gescheiterten Versuchen der letzten Jahre, einen guten Editor in das Redaktionssystem einzubinden, werden wir nun versuchen, auf bb-Code-Basis eine Erleichterung für die RedakteurInnen zu erreichen. Mit Hilfe dieses Editors müssen sie bei der Eingabe keine XML-Tags mehr verwenden sondern können Wörter und einzelne Phrasen markieren und mit einem entsprechenden Button die Tags hinzufügen. Bei einer Überarbeitung ist es aber leider immer noch notwendig, nicht nur den Text zu löschen sondern auch die Tags, die um den Text herum sichtbar sind. Diese Verbesserung möchten wir in den nächsten Monaten so stabil eingebunden haben, dass wir ab Herbst eine Schulung anbieten können.
Redaktionelles
Für unsere Lotse-Redakteure haben wir uns in den letzten Wochen auch ins Zeug gelegt und ein Wiki für die interne Kommunikation eingerichtet. Lotse-NutzerInnen werden in Zukunft außerdem merken, dass wir umbauen, denn wir werden uns alle Texte anschauen und überarbeiten. Insbesondere wollen wir die Aufteilung eines Artikels in mehrere Seiten so weit wie möglich verbannen und einen einheitlichen Textaufbau erreichen, der die Orientierung erleichtert. Unsere Beispielartikel kamen bei den Lotse-RedakteurInnen gut an. Während der Umbauphase halten wir sie natürlich auf dem Laufenden. In einzelnen Fällen wird es für sie nämlich auch nötig werden, einige fachliche Informationen umzuformulieren, so dass sie mit den allgemeinen Texten gut zusammenpassen.
Tutorials
Ganz zum Schluss des Treffens griffen wir auch das Thema Tutorials auf. Hier werden wir in den nächsten Wochen noch einiges an Recherche und Kommunikation investieren, bis wir genau wissen, welche wir selbst produzieren. Vorhandene Tutorials, die in das Lotse-Konzept passen, würden wir natürlich gern nachnutzen, und andere könnten wir vielleicht mit Einverständnis der ProduzentInnen bearbeiten. In dieser Hinsicht haben wir im Projekt mittlerweile einen Leitspruch: „Wir wollen keine neuen Räder erfinden, sondern mit den Wagnern zusammenarbeiten.“
Bild aus Wikimedia Commons unter GNU Free Documentation Licence

